Skandinavien 2025

13.03.2025

Endlich geht's los!

Auto ist beladen, und nach der Arbeit können wir endlich los. Die große Reise zum Nordkap, für heute gehts aber maximal nur bis Bremen.

20250314 104133
20250314 115626

Tatsächlich haben wir es noch bis Bremen geschafft und einen schönen Stellplatz gleich an der Weser gefunden.

14.03.2025

Bremen -> Fehmarn

20250314 203843
20250314 173901
20250314 173617
20250314 173241

Am Abend haben wir Fehmarn erreicht und sind gleich mal zum Strand gegangen, das erste Mal für dieses Jahr, damit Colin endlich wieder buddeln kann. Für morgen Früh haben wir eine Fähre nach Rogby in Dänemark gebucht. Um 07:00h geht es los, da müssen wir wohl früh aus den Federn

15.03.2025

Fehmarn -> Jönköping

img 1630
img 1633
dsc 0277

Morgens früh standen wir tatsächlich um 06:45h am Fährterminal und warteten auf unsere Fähre die wir schon in der Ferne Richtung Hafen fahrend sehen konnten. Nach einer 3/4 Stunde Überfahrt waren wir in Dänemark und fuhren bei schönem Wetter Richtung Kopenhagen.

Wir ließen Kopenhagen links liegen um dort über die imposante Öresund Brücke nach Schweden zu fahren. Ein Besuch in Kopenhagen ergibt sich vielleicht auf der Rückfahrt

Kurz vor Jönköping hat Sandra einen schönen Stellplatz an einem See gefunden. Völlig alleine stehen wir hier im Wald und stellen uns vor wie toll es im Sommer hier sein wird, wenn die Temperaturen ein Bad im See zulassen würden.

16.03.2025

Jönköping -> nördl. von Uppsala

Nachdem wir bei klarem Wetter und schönstem Sonnenschein Jönköping passiert haben ging die Reise entlang des Vättern Richtung Norden weiter. Der E4 folgend entschieden wir uns den Großraum Stockholm Uppsala großzügig zu umfahren, und somit bogen wir irgendwann auf eine Nebenstrecke ab. Kaum hatten wir die E4 verlassen meinte unser Daily das erreichen der Reserve melden zu müssen. Ein kurzer Blick auf die Anzeigen zeigte uns das mit 130km Restreichweite sogar die nächste größere Stadt Örebro sicher zu erreichen wäre. Einige kleinere Städte und Orte waren aber auch noch auf unserem Weg, und so machten wir uns keine Gedanken über unser weiterkommen.

Tatsächlich schrumpfte unsere Restreichweite aber rapide und Tankstellen waren jetzt doch keine zu sehen. Ein Blick in die Karte zeigte uns das in Motala in einigen wenigen Kilometern eine Tankstelle kommen wird. Trotz weiterer Warnungen unseres kleinen Italieners hatten wir keine andere Wahl als die letzten 5 Km auch noch durchzufahren. Noch einmal über einen Hügel gefahren, war die Tankstelle bereits in Sicht als wir auf einer Brücke über einen Zufluss des Vättern stehen blieben, nach genau 26km statt der versprochenen 130km.

Natürlich hier auf der Stadtautobahn, wahrscheinlich dem einzigen Ort im Umkreis von 100km mit soviel Verkehr wie auf dem Kölner Ring ( ok, nicht ganz )

Während Sandra sich auf den Weg machte Diesel zu besorgen, hatte ich dann schon die Aufwartung der Polizei mit zwei Einsatzfahrzeugen. Weil Sandra zuerst mal versuchte über das Brückengeländer zu klettern um auf einen Gehweg zu springen hatte das die Polizei wohl zu einem schnellen Einsatz genötigt, den die Polizistin dann auch schnell auf den Punkt brachte mit der Frage „ob oder wer hier von der Brücke gesprungen wäre“. „Meine Frau versuchte über das Geländer zu klettern weil wir keinen Diesel mehr haben“ antwortete ich, und „sie ist aber nicht mehr hier weil sie jemand mitgenommen hat“ klärte die Situation nicht wirklich. Ich machte dann einen neuen Anlauf das Geschehene zu klären, und war jetzt wohl überzeugender. Das zweite Einsatzfahrzeug verschwand wieder und die Polizistin die auch als erstes vor Ort war sagte mir sie würde hier bleiben um uns abzusichern bis wir wieder weiter können. Die nette Dame die sofort anhielt um uns zu helfen und meine Frau mit zur Tankstelle nahm, war so nett sie auch wieder zurück zu bringen. Sandra mit 5L Diesel kurzerhand hier abgesetzt, ein kurzes „Danke schön“ und schon war sie wieder verschwunden.

Zum Glück sprang unser Auto auch gleich wieder an, er hatte wohl noch nicht all zu viel Luft gezogen, und wir konnten unter Polizeischutz bis zur Tankstelle vorfahren. Als sie uns wohlbehalten dorthin gebracht hatte winkte die freundliche Polizistin noch mal ausgiebig zum Abschied und verschwand. Während ich tanke stellte ich mir die gleiche Situation in Deutschland vor. Wahrscheinlich hätten wir lange Zeit gestanden bis jemand gehalten hätte um uns zu helfen, und unsere Polizei hätte auch einige handfeste Argumente zum Schaden unserer Urlaubskasse vorgebracht. Die Schweden sind absolut freundlich und hilfsbereit.

Aber auch heute erreichten wir unser Ziel, einen Strand an der Ostsee noch rechtzeitig um einen ausgiebigen  Spaziergang zu machen.

dsc 0306
dsc 0301
dsc 0293
dsc 0290
dsc 0287
dsc 0282
17 - 19.03

Uppsala -> Kiruna

dsc 0325
dsc 0315
dsc 0320
dsc 0314
dsc 0310
dsc 0307

So langsam wird es kalt. Auf unserem weiteren Weg die schwedische Küste rauf schließt sich die Schneedecke immer mehr und auch die Ostsee ist immer öfters zugefroren. Nördlich von Umea fahren wir auch das erste Mal auf einer geschlossenen Eisdecke auf den Straßen.

Bei einem Blick in die Wetterkarten stellten wir fest, dass das Nordkap durchgängig wolkenverhangen ist und die Aussichten auch keine Besserung versprachen. So entschieden wir, dann lieber Richtung Kiruna und Lofoten zu fahren, eine gute Entscheidung wie wir später noch feststellen durften.

So übernachteten wir nochmals nördlich von Umea und zwischen Töre und finnischer Grenze irgendwo im Nirgendwo.

Die Stellplatzsuche war allerdings nicht ganz so einfach, ein schöner Platz war zwar in einer App leicht gefunden aber es stellte sich heraus, dass dieser nur sommertauglich war. Die Zufahrt war bei einer Schneehöhe von fast einem Meter nicht befahrbar. Also weiter fahren, aber die Straße auf der wir waren führte weit weg von unserer Route und es schien auch weiter keine Möglichkeit zu kommen irgendwo für die Nacht stehen zu können. Irgendwo mussten wir umdrehen, somit suchte ich mir die Einfahrt in einen Waldweg um zu wenden. Dort konnte ich mir sicher sein, dass sich unter dem tiefen Schnee nicht auch noch ein tiefer Graben verbarg. Also mit etwas Schwung in den Schnee gefahren, ich hab schließlich einen geländegängigen Allrad, Rückwärtsgang rein und…

… wir hatten uns festgefahren. Die Sperren bewirkten nur dass sich alle 4 Räder drehten und sich langsam tiefer in das Eis gruben. Zuerst mal sollten wir den Schnee unter dem Auto wegräumen, als schnappte ich mir eine Schaufel legte mich unter das Auto und fing an zu schaufeln. Zu Tage förderte ich gelbe Müllsäcke mit stinkendem Unrat drin,  ich war in einen wilden Müllhaufen gefahren der sich unter dem Schnee verbarg.

Die Rettung brachten uns unsere Schneeketten, die wir unter die Räder zwängten sodass sie beim Anfahren untergezogen wurden. Nach einer Stunde hatten wir das Auto wieder frei unten konnten die Stellplatzsuche fortsetzen.

19 - 21.03.2025

Kiruna

dsc 0331
dsc 0337
dsc 0338
dsc 0343
dsc 0344
dsc 0348
dsc 0350

Kiruna, eine kleine beschauliche Bergbaustadt die etwa 150km nördlich des Polarkreises liegt. Die Attraktionen sind überschaubar und was uns an erster Stelle anzog war der gewaltige Holzbau der Kirche. Leider war dieser aber komplett von einem Bauzaun umgeben und damit nicht zugänglich. Was wir erst später erfuhren war, dass die Kirche vorbereitet wurde für den großen Umzug im August. Sie wird dann in dem neuen 5km entfernten Stadtzentrum stehen, in das sie mit Spezialförderfahrzeugen in einem Stück versetzt wird.    

 

Abends erlebten wir dann die tatsäcklichen Highlights, die Polarlichter die uns von nun an fast jeden Abend begeisterten. Mit den kleinen Helferlein auf dem Handy läßt sich leicht herausfinden wann es sich lohnt mit der Kamera noch mal ins Dunkele hinaus zu stapfen. Das Erlebnis ist atemberaubend.

Spaziergang bei Sonnenuntergang
Der Tanz beginnt...
dsc 0422
dsc 0427
dsc 0428
dsc 0429
dsc 0431
21.03.2025

Kiruna -> Harstad(Lofoten)

Heute geht es weiter Richtung Lofoten. Wir fahren bei Abisko über die Grenze nach Norwegen. In Bjerkvik, dem Eingang zu den Lofoten, gibt es eine kleine Mittagspause.

Anschließend geht es weiter bis zur großen Brücke bei Harstad wo wir auch auf einem kleinen Parkplatz übernachten. Nochmal eine gute Gelegenheit für Colin ausgiebig zu baden.

dsc 0450
dsc 0462
dsc 0467
dsc 0471
dsc 0472
22.03.2025

Lofoten

dsc 0502
dsc 0513
dsc 0516
dsc 0518
dsc 0522
dsc 0524
dsc 0527
dsc 0541
dsc 0544
dsc 0547
dsc 0553
dsc 0562
dsc 0565
dsc 0587
23.03.2025

Lofoten

Solangsam fahren wir wieder zum Festland. Es soll ein mächtiger Sturm aufziehen, und die letzte Nach war schon ganz schön wackelig. 

 

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder über die Große Brücke und fanden an einem kleinen See bei Bogen einen ruhigen Stellplatz.

dsc 0635
dsc 0593
dsc 0601
dsc 0616
dsc 0625
dsc 0630
dsc 0642
24.03.2025

Lofoten > Trondheim

Nachdem wir die Lofoten verlassen haben, wird es auf dem Weg nach Trondheim erst nochmal richtig winterlich.

Bei der Querung des Polarkreises Richtung Süden ging es sogar nur noch mit Schneeketten weiter.

dsc 0663
dsc 0662
dsc 0689
dsc 0674
dsc 0676
26 - 27.03.2025

Trondheim

Den Winter haben wir hinter uns gelassen, stattdessen regnet es in Trondheim nicht zu knapp. Aber es hilft ja nicht, die Stadt sollte man sich ja trotzdem anschauen.

dsc 0699
dsc 0710
dsc 0719
dsc 0721
dsc 0730
dsc 0731
dsc 0732
dsc 0746
dsc 0747
dsc 0755

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Nach oben scrollen