Marokko

Tag 51 / 02.02.2026

Ab hier geht es in Mauretanien weiter

Tag 48 - 50 / 28.01 - 01.02.2026

Ad-Dakhla und warten zum zweiten

Für die Einreise nach Mauretanien braucht man ein E-Visum, das vorab online beantragt werden muss. Wir kümmern uns um sämtliche Unterlagen und erstellen zusätzlich die sogenannten Fiches – kleine Zettel mit allen persönlichen Daten, die man in Mauretanien an unzähligen Kontrollpunkten abgeben muss. Wer sie nicht vorbereitet hat, zahlt mit Zeit: Dann muss der Kontrolleur nämlich alles mühsam von Hand in sein Buch übertragen. Der Antrag ist abgeschickt, jetzt heißt es warten. Währenddessen rollen wir schon weiter Richtung Süden, nach Ad-Dakhla.

Ad-Dakhla ist die letzte größere Stadt vor der mauretanischen Grenze – und für uns die letzte Chance, Vorräte aufzufüllen. Besonders wichtig: AdBlue. Doch selbst an den Tankstellen ist das Zeug alles andere als zuverlässig verfügbar. Also wühlen wir uns bis in die hintersten Ecken der Stadt vor und werden schließlich in einem kleinen, unscheinbaren Shop fündig.

Dakhla liegt auf einer schmalen Landzunge: auf der einen Seite der Atlantik, auf der anderen eine Lagune, die weltweit bei Kitesurfern beliebt ist. Eine der Sehenswürdigkeiten ist die berühmte Weiße Düne. In ihrer Nähe suchen wir uns einen Platz für die Nacht. Doch am Nachmittag frischt der Wind extrem auf. So extrem, dass wir für die Nacht lieber noch einmal umziehen. Wir werden buchstäblich vom Sand gestrahlt.

Beim Check am Abend dann der Schock: Der Tankdeckel unseres Zusatztanks ist weg.  Großartig. Einen passenden Ersatz aufzutreiben scheint nahezu unmöglich – also fahren wir am nächsten Tag noch einmal die 50 Kilometer zurück nach Dakhla. Und haben Glück: Wir werden tatsächlich fündig.

Nebenbei ist in der Stadt gerade die Rallye Budapest–Freetown unterwegs. Spannend zu sehen, was da alles über die Straßen holpert.

Dann der nächste Rückschlag: Sandras Visum wird abgelehnt. Grund: Die Pass-Scans seien nicht korrekt. Also alles noch einmal von vorn. Neuer Antrag, neue Scans – und diesmal klappt es. Das E-Visum für Mauretanien ist da. Endlich. Es kann losgehen.

Wir rollen weiter nach Süden. Kaum verlassen wir die Piste, wartet schon der erste Frühsport: Charlie und Martina stecken mit ihrem LKW im Schlamm fest. Also Ärmel hoch, Schaufeln raus – gemeinsam buddeln wir das schwere Gefährt wieder frei. Ein perfekter Start in den Tag.

Kurz darauf erreichen wir die asphaltierte N1. Der Wechsel von holpriger Piste zu glattem Asphalt fühlt sich fast luxuriös an. Wenige Kilometer später überqueren wir den Wendekreis des Krebses – ein unscheinbarer Strich auf der Karte, aber trotzdem ein besonderer Moment: Ab hier sind wir endgültig in anderen Breiten unterwegs.

Wir legen einen kurzen Stopp an einer thermalen Quelle ein. Das Wasser dampft verheißungsvoll, entpuppt sich aber als zu heiß für ein echtes Bad, selbst die Füße halten wir nur mit Mühe hinein. Also weiter.

Trinkwasser ist in dieser Region kostbar. Entlang unserer Route gibt es nur eine Zapfstelle für LKWs mit riesigen Kesseltanks – genau die steuern wir an. Das Auffüllen unserer eigenen Tanks wird zu einer kleinen Aktion: Schläuche, Improvisation und eine Portion Abenteuer gehören dazu. Am Ende sind die Tanks voll – und wir ziemlich zufrieden.

Etwa 100 Kilometer vor der Grenze schlagen wir in Almhiraz unser letztes Nachtlager auf. Ein schöner Strandabschnitt in der Nähe eines Fischerdorfes. Das Meer rauscht leise, die Luft ist salzig. Morgen geht es zur Grenze. Für heute genießen wir noch einmal die Ruhe, bevor das nächste Kapitel beginnt. 

Die Grenzposten haben feste Öffnungszeiten: von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Wir müssen also früh los. Noch im Dunkeln packen wir zusammen und verlassen unser Nachtlager. Rechts begleitet uns der untergehende Mond, links geht langsam die Sonne auf.

Die Landschaft verändert sich spürbar. Sie wirkt plötzlich bizarr und fremd: kalksteinartiges Gestein türmt sich in wilden, zerklüfteten Formationen auf, vom unaufhörlichen Wind ausgeblasen und geformt.

Gegen 9:30 Uhr erreichen wir den marokkanischen Grenzposten.
Und dann wird es richtig interessant …

Stellplatz bei der Dune blanche
Hotelanlage in Dakhla
dsc 2698
nördlicher Wendekreis
Tropique du Cancer
einzige Wasserstelle
dsc 2718
dsc 2723
dsc 2729
Tag 44-47 / 26-29.01.2026

While we wait....

Mauretanien ist unser nächstes Ziel. Bis dahin liegen allerdings noch einige hundert Kilometer durch ziemlich einsames Wüstengebiet vor uns. Die nächstgrößere Ortschaft ist Boujdour – eine gute Gelegenheit, sich noch einmal mit frischem Obst und Gemüse einzudecken. Danach wird es mit Ortschaften eher… übersichtlich.

Die Nationalstraße N1 schlängelt sich über ein Hochplateau entlang der Küste. Meistens gibt es Steilküste pur, was zwar schön aussieht, aber den direkten Zugang zum Meer eher schwierig macht. Nur gelegentlich ergeben sich Möglichkeiten, an einen der einsamen Strände zu gelangen. Genau dort übernachten wir besonders gern – ein bisschen Abwechslung fürs Auge schadet nie.

Kurz hinter Boujdour finden wir einen langen Strand. Im Schutz einer Düne schlagen wir unser Lager auf, und es ist einfach herrlich hier. Ein paar Angler sind in der Nähe, und erstaunlicherweise lässt sich auch das Militär nicht blicken. Ruhe pur.

Währenddessen erreichen uns Nachrichten von Martina und Charly, die wir von unserer Rundreise in den ersten Wochen kennen. Auch sie wollen nach Mauretanien, und gemeinsam planen wir eine Fahrt entlang der Erz-Eisenbahn – eine Strecke, die man besser nicht allein fährt. Also nehmen wir etwas Tempo raus, damit die beiden die rund 800 Kilometer zu uns aufholen können.

Natürlich bleiben wir nicht einfach stehen, sondern wollen noch mehr sehen. Wir suchen uns einen neuen Strand bei einem ehemaligen Fischerdorf nahe Oued Karaa. Die Landschaft ist hier wirklich beeindruckend: Die Felsen werden heller, fast weiß, die Hochebene ist von Canyons durchzogen und das bröselige Gestein sorgt für eine stark zerklüftete Küste. Der Strand ist traumhaft – auch wenn das Wasser weiterhin eindeutig zu kalt zum Baden ist. Dann die Überraschung: Es blüht! Vereinzelt leuchten Farbtupfer in Pink, Gelb, Weiß und Lila in der sonst kargen Landschaft. Ein richtig schöner Kontrast.

Am vierten Tag haben Martina und Charly uns schließlich eingeholt, und gemeinsam planen wir die weitere Reiseroute.

20260126 114820
20260126 143026
dsc 2629
dsc 2641
dsc 2643
dsc 2644
dsc 2648
dsc 2657
dsc 2659
dsc 2660
dsc 2662
dsc 2666
dsc 2669
Tag 43 / 25.01.2026

Ein Tag an der Küste

dsc 2614
dsc 2620
dsc 2625

Heute meint es der Wettergott endlich gut mit uns. Nach Tagen voller Wind und Regen fühlt sich das hier fast schon wie ein Geschenk an. Es ist echtes Strandwetter – noch nicht unbedingt zum Baden, aber immerhin schon mal zum Genießen.

Wir füllen nochmal unseren Frischwassertank und fahren weiter die Küste entlang. Wenn uns irgendwo ein Platz anlacht, biegen wir einfach spontan ab und schauen, ob man dort stehen bleiben kann. Am schönsten ist es natürlich, wenn weit und breit niemand zu sehen ist. Dann kann auch Colin frei herumtollen und muss nicht den ganzen Tag an der Leine bleiben.

Genau so ein Platz ist es heute. Wir genießen die Sonne, machen ein paar Fotos und widmen uns sogar dem Französischlernen – Dinge, für die wir gefühlt seit einer Ewigkeit keine Zeit mehr hatten. Ein richtig guter Tag.

Tag 42 / 24.01.2026

Laayoune und das Wrack bei El Marsa

dsc 2599
dsc 2607
dsc 2611

So schön es auch in Knifiss ist – wir wollen weiter nach Süden und endlich die Westsahara erreichen. Viel fehlt ja nicht mehr: knapp 190 Kilometer bis Laayoune. Die Landschaft bleibt dabei erst einmal, wie sie ist – karge Steinwüste, hier und da unterbrochen von ein paar Sanddünen.

Marokko investiert ordentlich in der Westsahara, und so stoßen wir immer wieder auf neu aus dem Boden gestampfte „Retortenstädte“, die bisher noch ziemlich dünn besiedelt wirken. Umso überraschter sind wir, als wir Laayoune erreichen: modern, lebendig und deutlich fortschrittlicher, als wir erwartet hätten.

Wir nutzen die Gelegenheit und stocken unsere Lebensmittelvorräte auf – in den nächsten Tagen dürfte Einkaufen eher zur Herausforderung werden. Was uns außerdem auffällt: Tankstellen sind Mangelware. Aber wenn es dann mal eine gibt, stehen gleich vier oder fünf brandneue auf einem Fleck. Warum einfach, wenn’s auch geballt geht?

In Laayoune selbst wollen wir nicht übernachten und suchen uns deshalb einen Platz beim Wrack der „Que Sera Sera“ nahe El Marsa. Der Fischtrawler war in den 80ern beim Sardinenfang auf Grund gelaufen und liegt seitdem ziemlich fotogen am Strand. Ganz nebenbei entsteht hier gerade eine riesige Uferpromenade, die stolz „Laayoune Plage“ heißt. Direkt daneben befindet sich ein gewaltiger Hafen, über den Phosphat aus der Sahara verladen wird.

Am Abend schaut noch das Militär vorbei, kontrolliert unsere Pässe, wünscht uns eine gute Nacht – und dann kehrt wieder Ruhe ein.

Tag 41 / 23.01.2026

Khnifiss Nationalpark

Kaum 20km sind wir gefahren, als der Regen aufhörte mit dem wir in den Tag gestartet waren und wir in eine kleine Straße einbogen Richtung Naila. 

Dort befindet sich der Khnifiss Nationalpark. Eine Lagune, die als Vogelschutzgebiet bekannt ist. Da sich dort ein kleiner Parkplatz befindet und das Wetter vielversprechend zu werden scheint, entscheiden wir uns bis morgen hier zu bleiben. Ein paar schöne Aufnahmen der Vögel hier sollten dabei wohl auch zu machen sein. 

dsc 2564
dsc 2581
dsc 2568
dsc 2573
dsc 2574
dsc 2575
dsc 2576
dsc 2577
dsc 2579
dsc 2584
dsc 2589
Tag 38-40 / 20-22.01.2026

Von Fask ins Draa-Delta und über Kap Draa nach Akhfenir

Wir fahren nochmal zurück nach Guelmim, um den ganzen Lehm vom Auto zu waschen, Wasser zu tanken und die Telefonkarte aufzuladen. Und weiter geht`s in Richtung  Süden, immer der Küste entlang. Erstaunlicherweise ist die gesamte Straße recht neu ausgebaut. 

Es zieht uns nochmal an die Ausläufer des Plage Blanche, danach wird uns fast nur noch Steilküste erwarten. Beim Draa Delta machen wir Stop und mit der Übernachtungsplatzsuche muss man rechtzeitig beginnen. Die Gegend ist eher flach oder mit tieferen trockenen Flusstälern durchzogen. Leider kann man an der Küste nirgends einfach Stehenbleiben, die Polizei oder das Militär kontrolliert Pässe und schickt einen in der Gegend nachts weg. Wir sind jetzt recht nahe der kürzesten Verbindung zu den Kanaren und die nicht sichere Lage wird mit den Flüchtlingen gen Europa erklärt. 

Nun ja, über Pisten fahren wir einige Kilometer von der Küste ins Draa Tal und platzieren uns im Schutze einer Steilwand. Es ist so ruhig, man kann Vögel beobachten und die Sterne sind der Wahnsinn. 

Am fast leeren Strand des Kap Draa kann Colin nochmal ausgiebig buddeln und laufen. Die Strömung ist zu stark, so dass es mit Planschen nix wird. Die Kraft, sich gegen die Strömung auf den Beinen zu halten, hat er nicht mehr. Ca. 100 km geht es noch weiter bis wir in Akhfenir an einem öffentlichen Platz neben der Polizeistation stehen bleiben. Wir entscheiden uns auch mal 2 Nächte hier zu bleiben. Rundherum gibt es einfach nur Steinwüste und parallel in Sichtweite zur Straße ein Hochplateau. Die Brandung nagt stark an den Klippen, entsprechend sind sie ausgewaschen und eingebrochen. So kann man es am Teufelsloch sehen. 

dsc 2544
dsc 2546
erste Wüstenblume
Draa Delta
Cap Draa
dsc 2555
dsc 2556
Dünen machen vor Straßen keinen Halt
Teufelsloch
Klippen bei Akhfenir
20260121 191008
20260122 114341
Tag 36-37 / 18-19.01.2026

Tamgouist eine Nacht auf dem Campingplatz und zu den Kaskaden von Fask

Am Plage Blanche zieht heftiger Wind auf und so fahren wir noch etwas die Piste parallel zur Küste weiter, um uns einen geschützteren Übernachtungsplatz im Hinterland zu suchen. In der Nacht kommt auch noch Regen hinzu, so dass der Untergrund schnell lehmig, nass und schwer wird. Als am kommenden Morgen Sturm angesagt wird, fahren wir doch besser nach Guelmim zurück und stellen uns auf einen Campingplatz. Die haben erstaunlicherweise eine Waschmaschine, so nutzen wir die Zeit. Es wedelt ja gerade so schön, so dass auch die Bettwäsche ratzfatz trocken ist. Die Umgebung um Guelmim ist eher karg, aber immerhin soll es in Fask einen schönen Canyon mit Kaskaden geben. Dahin kommt man natürlich nur auf einer Piste, die recht holprig ist. Aber darum fahren wir ja auch ein 4×4. Man kann an den Kaskaden nur erahnen dass es mal ein wunderschöner Ort gewesen ist. Leider ist vom ursprünglichen Fluss nur noch ein Rinnsal übrig, auch wenn es die letzten Tage sehr viel für diese Region geregnet hat. Echt schade. Der Ort ist trotzdem was Besonderes und recht einsam, so dass wir hier übernachten. 

dsc 2533
dsc 2537
dsc 2539
dsc 2541
Tag 34-35 / 16-17.01.2026

Tiznit -> Plage Blanche

Medina vonTiznit
dsc 2521
dsc 2523
alter Unterschlupf der Fischer
20260117 111324

Tiznit ist unser nächstes Ziel. Eigentlich wollten wir nur raus aus Agadir und dann irgendwo am Strand nächtigen. Aber fast überall ist das Campieren nicht mehr erlaubt, das Militär ist sehr präsent und so wird man oft weg geschickt. In Tiznit machen wir einen kurzen Halt, um die schöne Medina zu besuchen. Wenn Colin dabei ist, haben wir irgendwie immer Platz in den engen Gassen. In einen der kleinen Werkstätten finden wir einen Möbelhersteller. Wir könnten auch neue Sägespähne für unser Kompostklo brauchen. So fragen wir ihn. Er ist sehr hilfsbereit und schleppt den Rolf von Baustelle zu Baustelle in der Umgebung, um einen Beutel voll zu bekommen. Die Umstände wollten wir eigentlich nicht machen, aber er ließ sich nicht abhalten. Es ist dann schon spät, als wir aus Tiznit raus fahren und einige Kilometer weiter, weg vom Strand finden wir einen etwas versteckten Übernachtungsplatz. Dachten wir. Auch hier findet uns die Polizei und will Ausweise kontrollieren. Machen ein paar Fotos und wünschen eine gute Nacht. Sie sind übrigens nicht gekommen, um uns zum Wegfahren zu bewegen, sie weisen uns drauf hin, dass das ein nicht überwachter Platz und somit unsicher ist. Aber wir haben Colin dabei, der auch schon kräftig anschlägt. Das überzeugt sie und sie wünschen uns eine gute Nacht. Die Mehrheit der Marokkaner hat vor so einem großen Hund wirklich Respekt. Wir fallen auf jeden Fall überall auf. 

Unser Iveco braucht Adblue, was wir am Morgen noch an der Tankstelle auffüllen. Hier gibt es ja Tankwarte, die einen nix selber machen lassen. Es ist ein Service, damit verdienen sie ihr Geld. Aber mit dem Adblue haben sie es nicht so. Aus der Werkstatt holt er einen verölten Trichter und kippt uns das Zeug in den Tank. Danke, nach einigen Kilometern ist zur Abwechslung wieder die Adblue Anzeige am Warnen. Grrr. Egal, wir fahren zum Meer nach Guelmim. Dort ist der Einstieg zur Piste entlang der Wasserkante am Strand des Plage Blanche. Wir bleiben an der Steilküste. Alleine sollte man die Piste nicht fahren, warum, sehen wir am nächsten Tag. Wir beobachten 2 Wohnmobile, die sich mehrmals festfahren. Es hat viel geregnet, so dass die Zugänge zur Piste nicht einfach sind und auch die Tragfähigkeit des Sandes schnell wechselt. Das lassen wir lieber sein, uns reicht ein Spaziergang und dann fahren wir oberhalb des Strandes, an der Steilküste, weiter. 

Tag 31-33 / 13-15.01.2026

Agadir

dsc 2504
kein Öl gefunden
I love Agadir
dsc 2508
Strandpromenade
Gott, Vaterland, König

Unseren Übernachtungsplatz nahe selbsternannten Safranhauptstadt Tailloine verlassen wir am zeitigen Morgen, um gegen 12 in Agadir anzukommen. Die Einsamkeit der Landschaft ändert sich schnell in ein geschäftiges Umfeld mit den Vororten von Agadir. In Agadir machen wir überhaupt Stop, nicht weil uns der nette Werkstattleiter von Iveco so herzlich empfängt, sondern weil wir tatsächlich schon wieder Fehlermeldungen rund um den Motor mit teilweise Leistungsverlust haben. Das nervt uns wirklich tierisch. Am ersten Tag ist das Diagnosegerät unterwegs, wir sollen den kommenden Tag wiederkommen. Leider ist die Werkstatt zu, man hatte vergessen mitzuteilen, dass es einen lokalen Feiertag gibt. Aber am 3. Tag können wir zum Service. Doch auch dieses Mal finden sie keinen konkreten Fehler. Bleibt nur Speicher zurücksetzen. 

Agadir an sich ist eine sehr moderne Stadt, die wir uns eigentlich erspart hätten. Aber wenn wir schon mal da sind, lassen wir auch gleich noch einen speziellen Adapter fertigen, um unseren Gastank aus einer Gasflasche zu tanken. Der ist hier bei den versierten Handwerkern schnell und unproblematisch gefertigt für kleines Geld. 

Am Stadtstrand kann man auf dem Parkplatz übernachten. Den Ausflug findet vor allem Colin toll. endlich kann er wieder ins Meer und im weichen Sand buddeln. So sitzen wir dann sehr bald am Strand auf einer „Insel“, umgeben von tiefen Gräben. 

Die Nacht am Strand wird kurz für uns. Es ist Halbfinale des Afrika Cup`s und Marokko steht im Halbfinale. Nahe unseres Stellplatzes gibt es Public Viewing Areas und Agadirs Partymeile ist ebenfalls nahe. So feiern die Marokkaner bis morgens 4 Uhr, denn sie haben gewonnen. 

Wir sind ja keine Stadtmenschen, so zieht es uns nach dem Werkstattbesuch wieder in die Weite. 

Tag 30 / 12.01.2026

Auf dem Weg nach Agadir

Wir wollen weiter in Richtung Agadir. Eine Stunde nach Abfahrt wollen wir an einem See nahe Quazazate anhalten. Colin mag das Baden und wir hoffen auf einen sandigen Untergrund. Fast immer hat er spitze Steine unter den Füßen, auf denen er gar nicht gut laufen kann. Eigentlich hat er schon gar keine Lust aus dem WoMo auszusteigen. Aber Bewegung muss auch für den Hund sein!

Von Weitem strahlt uns eine riesiger Spiegel auf einem Turm an, vor imposanter Kulisse der schneebedeckten Gipfel. Es ist das Noor Sonnenkrafwerk bei Quazazate. Die Sonnenenergie wird über kreisrund angeordnete Spiegel gebündelt auf den Turm geleitet. Besuchen kann man Noor nur nach einmonatiger Voranmeldung, nix für einen spontanen Besuch. So konnten wir also keine direkten Bilder machen. Wer mehr wissen möchte, schaut hier rein.

Noor – Ouarzazate Solar power station – Ouarzazate.city

Quarzazate ist eine größere, sehr aufgeräumte Stadt mit einer schönen Kasbah und Filmstudios. Fährt man weiter kann man an der Straße verlassene Filmsets besuchen.

Die weitere Landschaft ist karg, im Hintergrund begleiten uns ständig die schneebedeckten Gipfel des Atlas. Den umfahren wir, auch wenn der Schnee so langsam schmilzt, ist es nachts kalt und die Fahrbahn kann überfrieren. Das ist nix für unsere matschgeeigneten Reifen, die sind perfekt für Pisten, für Winterverhältnisse sind die aber gar nicht zu gebrauchen.

dsc 2471
dsc 2479
dsc 2483
dsc 2485
dsc 2486
dsc 2490
Tag 29 / 11.01.2026

beeindruckendes Dadestal

schneebedeckter Atlas
dsc 2405
Einfahrt zur Stadt Dades
dsc 2417
dsc 2422
dsc 2431
dsc 2440
dsc 2441
dsc 2451
Die Dades Schlucht
Pass durch die Schlucht

Uns zieht es weiter in Richtung Westen und so verlassen wir die Oase in Meski und reisen parallel zum Atlasgebirge in Richtung Dadestal. Das Dadestal liegt in der Provinz Tinghir im Atlasgebirge. Der Oued Dadès hat sich auf dem Weg vom Hauptkamm des Hohen Atlas nach Süden stellenweise tief in die Gebirgsketten eingeschnitten, lässt aber auch auf weiten Strecken im Talboden Platz für eine Reihe von Dörfern. Verschiedene Steinformationen wechseln sich ab. Highlight dieses Tals ist die Dadesschlucht, die weltberühmt ist. Auf einer Länge von 25km hat sich der Fluss an der tiefsten Stelle bis 400m in die ockerfarbene Felswand eingeschnitten.

Es ist schon spät, auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz sind wir ewig unterwegs, da sich Ort an Ort reiht und am Sonntag immer noch viele Menschen auf der Straße sind. Nach der letzten Ortschaft finden wir ziemlich schnell was Passendes mit Blick auf die verschneiten Gipfel des Atlas und einem grandiosen Sonnenuntergang.

Tag 27-28 / 09-10.01.2026

Einfach mal Pause in Meski

Unsere geplante Reiseroute geht gen Süden, da unsere Gruppe mit  Uli und Edith wieder in Richtung Norden nach Fes und dann weiter zur Fähre fahren, klinken wir uns hier aus und fahren ab jetzt auf eigene Faust weiter. Uns haben die letzten Wochen viele neue Erfahrung gebracht, haben wir doch viel über das Land kennengelernt und vor allem unser WoMo bei Pistenfahrten so richtig kennengelernt. Bisher hatten wir in unserer finalen Ausstattung noch nicht die Gelegenheit, die Möglichkeiten des Iveco`s auszutesten. Wir fühlen uns jetzt gut vorbereitet für unsere Weiterfahrt.

Die letzten Wochen waren wir viel unterwegs und haben interessante Orte und Landschaften kennengelernt. Der Campingplatz La Source Bleue in Meski ist ein schöner Ort, um zu verweilen, weswegen wir uns entscheiden, noch zu bleiben. Das WoMo hat eine Grundreinigung nötig, unsere Klamotten müssten ebenfalls gewaschen werden und seit Tagen haben wir keine Bilder bearbeitet, um die Homepage zu aktualisieren. Auch Colin freut sich sichtlich mehr Zeit außerhalb des WoMos zu verbringen. Heute ist Freitag und somit Wochenmarkt in Meski. Auch den besuchen wir und decken uns mit frischem Obst ein. Die Campinplatzbesitzer sind sehr freundlich und immer hilfsbereit und laden uns spontan zum Couscousessen ein. Mohamed`s Mama hat gekocht und so sitzen wir alle an einem Tisch um einen riesigen Teller Couscous mit Gemüse herum.

Unsere Bilder sind immer noch nicht vollständig bearbeitet und so bleiben wir spontan noch einen Tag länger. Zumal uns Mohamed schon gestern zu einer Berberpizza eingeladen hat. Wir entschleunigen heute etwas. Zudem ist das eine gute Gelegenheit sich die Kasbah von Meski zum Sonnenuntergang anzuschauen. 

alte Kasbah von Meski
dsc 2381
dsc 2384
Meski
La Source bleu im Ziz -Tal
dsc 2393
dsc 2396
dsc 2397
Tag 24-26 / 06-08.01.2026

von Erg Chebbi über die Boudnib-Piste nach Meski

Wir verlassen das Dünengebiet des Erg Chebbi langsam und begeben uns auf die 180 km lange Boudnib Piste. Der erste Teil der Piste führt durch flache Wüstenpassagen, die langsam von Sand- in Steinwüste wechseln. Wir machen Halt an einem wunderschönen Palmenhain, der über Wasserstellen gespeist wird. Zur Freude von Colin, der sofort durchs Wasser planscht.

Ab hier wird die Piste anspruchsvoller. Tiefe Wasserabflüsse queren den Weg, die Landschaft gestaltet sich canyonartig und der rote Sandstein ist durch starke Erosionen geprägt. Tafelberge säumen den Weg. Wir fahren entlang der algerischen Grenze, auch an Grenzposten vorbei, die uns aber freundlich gewähren lassen.

Unsere Reisegeschwindigkeit ist heute sehr gemächlich, müssen wir doch oft stoppen, um die ideale Passage zu finden und alle Autos sicher durch die Furchen zu bringen. Uns erwartet noch ein steiler steiniger Anstieg, der von uns allen das Maximale fordert. Die Umfahrung wurde leider weggespült, so dass wir da alle hoch müssen oder umdrehen müssten. Aber davon werden alle noch lange erzählen.

Wir treffen den gesamten Tag kein anderes Fahrzeug und übernachten in der Wüste. Leider ist es mittlerweile sehr windig. Der Wind bringt Kälte mit sich, so dass sich ziemlich schnell alle in ihr WoMo verziehen. In der Nacht haben wir Minusgrade.

Am Morgen geht es auf der Boudnib Piste. Die Sonne stahlt am Morgen die bizarren Felsformationen an, was ein beeindruckendes Farbspiel ergibt. Auch heute geht es weiter auf anspruchsvollen Wegen und einer bizarren Landschaft. Das Nachtlager schlagen wir auch heute in der Wüste auf, der Wind ist weg, so dass wir ein Lagerfeuer zünden können. Jedoch wird es ohne Sonne schnell kalt.

Auf der Boudnib Piste nehmen wir die letzte Etappe in Angriff. Sie ist heute fahrerisch nicht mehr so anspruchsvoll wie die letzten beiden Tage. Das letzte Stück fahren wir durch ein trockenes Flussbett und stoppen an einer kleinen Palmenoase zum Mittag. Colin findet es toll, denn endlich gibt es wieder Sand, um Löcher zu buddeln. Das WoMo bekommt am Ausgang der Piste wieder normalen Reifendruck und so fahren wir ca. 60 km weiter auf Asphalt, vorbei an riesigen Palmen- und Olivenplantagen, nach Meski. Dort übernachten wir in der Source Bleu, die bekannt für tiefblaues, klares Wasser ist. Die letzten Jahre hat es hier zu wenig geregnet und die vielen Plantagen tragen leider dazu bei, dass die Oase nicht mehr, wie üblich, mit den gewohnten Mengen Wasser gespeist wird.

dsc 2296
dsc 2297
dsc 2316
dsc 2326
dsc 2330
dsc 2338
Gewitter in der Wüste
dsc 2304
Nach dem Regen
dsc 2080
Vollmond über dem Camp
Tag 23 / 05.01.2026

Von Merzouga aus ins Erg Chebbi

Im Südosten des Landes erreichen wir heute die majestätischen Dünen des Erg Chebbi in der Sahara. Sie sind weit über die Grenzen Marokkos bekannt und erlangen Höhen von bis zu 200m. Über den kleinen Wüstenort Merzouga queren wir den Erg Chebbi, um auf der ruhigeren Ostseite weiter zu fahren. Wir lassen Luft aus den Reifen und los geht es, aber erstmal nur ein paar Dünen weit. Einer unserer Mitfahrenden kommt in Schieflage und muss geborgen werden. Aber auch das wollten wir ja mal üben. 

Von unserem Übernachtungsplatz fahren wir nur wenige Kilometer weiter und treffen uns mit Ali, der uns ins Innere des Erg Chebbi führen wird. Es wartet ein spannender Tag im Tiefsand auf uns. Los geht es durch die Dünen, das Fahren macht einfach Spaß. Wie ein großer Sandkasten. Leider nervt uns auch hier unser Iveco mal wieder mit Fehlermeldungen und verliert kurzfristig Leistung. Bekommt sich dann aber schnell auch wieder ein, so dass es weiter geht.

Außergewöhnlich zeitig schlagen wir heute unser Lager auf und sammeln Holz für ein Feuer am Abend.

dsc 2206
dsc 2211
dsc 2231
dsc 2239
dsc 2259
dsc 2263
dsc 2266
dsc 2277
dsc 2278
Tag 21-22 / 02-04.01.2026

Durch das Draa Tal zum Tajineberg

616248689 1548470283452191 2313792288836674727 n
dsc 2161
dsc 2166
Mittagspause...
dsc 2168
dsc 2173
Tajineberg im Regen

Wir verlassen Zagora und begeben uns anfänglich durch das Draa-Tal auf einsame Pisten durch eindrucksvolle Landschaften. Grüne Oasen wechseln in ein karge Landschaft und bilden den Übergang zur Sahara. Interessant ist für uns wie die Farben der Umgebung wechseln, von Ocker über Grau zu Rot. Wir fahren über weite Ebenen und lassen die Landschaft auf uns wirken. Einige kleine Dörfer passieren wir, wo uns die Bewohner stets freundlich zuwinken.

Heute übernachten wir entlang der Piste.

Weiter fahren wir in Richtung Fezzou, die Siedlung erscheint wie eine grüne Insel in der sonst so kargen Landschaft. Südöstlich von Fezzou steuern wir über steinige, felsige Pisten den Tajineberg an. Der in der weiten Landschaft eine imposante Erscheinung ist und an das gleichnamige Tongefäß erinnert. Eigentlich wollten wir hier unser Nachlager aufschlagen, aber es fängt an zu regnen. So dass wir uns entscheiden, noch ein Stück weiter in Richtung Merzouga zu fahren. Die autarke Ausstattung unserer WoMo`s bietet uns die Möglichkeit, einfach an schönen Plätzen nach Lust und Laune stehen zu bleiben.

Tag 19-20 / 31.12.2025 - 01.01.2026

Silvester in Zagora

In Zagora finden sich noch viele sehr versierte Mechaniker aus der Hochzeit der Paris-Dakar Rallye, die so ziemlich jeden Schaden am Fahrzeug auch mit einfachen Mitteln reparieren können. Uli führt uns zur Sahara Garage, die uns herzlich empfangen. Nebenbei ist auch der Schnitzer unserer Miniaturfahrzeuge ansässig. Mit unseren Modellen besuchen wir ihn in seiner kleinen Werkstatt. Er freut sich riesig die Originalfahrzeuge zu sehen.

Auf dem Campingplatz Oasis Palmier haben Uli und Edith für uns ein Silvestermenü im Berberzelt organisiert. Wir bekommen leckere traditionelle Speisen serviert, die phantastisch schmecken. In der Gruppe feiern wir den Jahreswechsel. Und ohne Böllerei geht es hier sehr ruhig vonstatten. Dem Hund gefällt`s.

Am Neujahrstag haben wir einen Ruhetag und verbleiben auf dem Campingplatz. Zeit um den „Hausputz“ zu erledigen und Vorräte einzukaufen.

Den Morgen nutzen wir für eine kleine Wanderung durch den schönen Palmenhain. Man erkennt, dass die Stadt in den letzten Jahren touristisch ausgebaut wurde. Imposante Hotels sind ansässig geworden. Colin genießt den ausgedehnten Spaziergang und schnüffelt neue Düfte.

dsc 2105
dsc 2108
dsc 2113
dsc 2121
dsc 2124
dsc 2125
dsc 2130
dsc 2136
dsc 2137
dsc 2140
Tag 18 / 30.12.2025

Erg Chigaga nach Zagora

Wir fahren die Südumrundung des Erg Chegaga zum Erg Zaher, die die markante Löwendüne beheimatet. Die Landschaft besteht aus weiten Dünenfeldern, die mit dem Wind ständig ihre Form verändern. Der Dünensand ist gelb bis rötlich, was bei Sonnenauf- bzw. untergang eine wunderschönes Farbspiel ergibt. Die Nordumfahrung wird die Blombenzieherpiste genannt, die auch entsprechend aussieht und uns erspart bleibt.

Auf der Piste geht es über 30km im Süden Marokkos von Erg Zaher über M`Hamid weiter in Richtung Draa-Tal. Es eröffnet sich ein beeindruckendes Wüstenpanorama, bevor wir dann wieder auf die Straße wechseln. Wir erreichen Zagora, eine Stadt, die durch die ehemalige Paris-Dakar-Rallye bekannt ist. 

dsc 2089
dsc 2091
dsc 2098
dsc 2100
Tag 17 / 29.12.2025

Und auf Sand geht es weiter. Erg Chigaga

dsc 2074
dsc 2076
dsc 2078
dsc 2080
dsc 2081

Erg bedeutet Sandwüstengebiet und dort bewegen wir uns heute, im Erg Chegaga. Wir sammeln die ersten Erfahrungen im Tiefsand mit niedrigem Luftdruck in den Reifen und üben uns im Fahren der Dünen. Mit Absicht graben wir unsere Autos im Sand ein, um dann auch mit unserem Bergemateial Erfahrungen zu sammeln. Nachdem wir die Dünen kurz und klein gefahren haben, schlagen wir unser Nachlager in der Wüste auf.

Tag 16 / 28.12.2025

Jetzt geht es auf die Piste! Lake Iriki

Auf Asphalt fahren wir bis zum Eingang unserer geplanten Piste, wo wir ein Flussbett mit groben Steinen furten. Auf der alten Rallye Dakar Piste fahren wir weiter und passieren mitten im Nirgendwo Millitärposten. Sie kontrollieren unsere Ausweise und lassen uns passieren. Marokko war früher eines der wichtigen Länder auf der Rallye Dakar, bevor diese aus Sicherheitsgründen nach Südamerika und heute Saudi Arabien wechselte.

Die Stecke besteht aus steinigen Wüstenpisten, Sand- und Dünenfeldern, Schotterpisten, sowie Gebirgspassagen und fordert unsere fahrerischen Fähigkeiten das erste Mal so richtig. Wir haben mit unserem Iveco bisher noch nicht viele Erfahrungen Offroad sammeln können und lernen viel dazu.

Wir passieren den Lac Iriki, ein ausgetrockneter Salzsee am Rande der Sahara zwischen Zagora und Tata. Der See führte früher Wasser, der Bau von Stauseen hat ihm aber den Wasserzufluss geraubt. Er befindet sich im Naturschutzgebiet Iriki. Wir fahren auf die algerische Grenze zu, an der wir uns auch die kommenden Tage bewegen werden. Rund um das Gebiet testen heute noch viele Rallye Teams ihre Fahrzeuge. Wir fahren auf unser erstes Dünengebiet, den Erg Chegaga zu. Der Erg Chegaga ist eines der größten Dünengebiete Marokkos und gilt als besonders abgelegen und ursprünglich. Wir treffen hier auf die ersten Kamelkarawanen, die meistens Touristen in Dünencamps bringen.

Bei Dunkelheit eröffnet sich uns ein beeindruckender Nachthimmel.  Wir verbringen die Nacht autark in der Natur.

dsc 2047
dsc 2050
dsc 2053
dsc 2061
dsc 2067
Tag 15 / 27.12.2025

Tafraout nach Tata durch die Igmir Schlucht

Wir fahren heute auf der Straße durch den wunderschönen Antiatlas. Ein Mittelgebirge bekannt durch imposante Schluchten und schroffen Felswänden. Das Tal Ait-Mansour, nahe Tafraoute, gilt als eine der grünsten Oasen Marokkos und ist touristisch erschlossen. Mit unserem WoMo wird es hindurch durch die Palmenhaine manchmal ganz schön eng und wir nehmen einige Kratzer mit. Das Tal wird von rosaroten bis rötlichem Granit eingerahmt und bietet eine atemberaubende Kulisse.

Auf der Weiterfahrt passieren wir einige Berberdörfer, die Landschaft ändert sich total und wird kager, hinterlässt aber auch atemberaubende Ausblicke und Eindrücke.

Die Igmir Schlucht wirkt ursprünglich. Durch große Wassermassen sind Teile der Straße weggespült, so dass wir im Schotter durch das Flussbett fahren müssen.

Unser Tag endet in Tata, einem kleinen landwirtschaftlich geprägten Ort. Am Abend stimmt uns Uli mit einem Workshop über Reifendrücke, Untersetzung und Sperren auf die kommenden Tage ein.

dsc 1948
dsc 1949
dsc 1957
dsc 1964
dsc 1995
dsc 1998
dsc 2000
dsc 2009
dsc 2010
dsc 2012
dsc 2023
Tag 14 / 26.12.2025

Die blauen Felsen

Wir wachen auf umgeben von einem wahnsinnigen Bergpanorama. Die Sonne geht gerade auf und in den Bergen hängt der Nebel. Was für eine Ausblick!

Am heutigen Tag besuchen wir die blauen Felsen. Eigentlich sind sie sehr kitschig, denn sie wurden nur blau angemalt. Ohne Farbe wäre es hier aber auch schon grandios gewesen. Im Gelände sammeln wir erste Erfahrungen mit Pistenfahren. Der Iveco schlägt sich wirklich wacker.

Und groß gegen klein, werden die Fahrzeugmodelle auch nochmal in Szene gesetzt.

Auf der Rückfahrt zum Stellplatz kommen wir an jahrhundertealten Felsmalereien vorbei. 

dsc 1840
dsc 1846
dsc 1844
dsc 1865
dsc 1866
dsc 1867
dsc 1878
dsc 1883
dsc 1903
dsc 1907
dsc 1910
Tag 13 / 25.12.2025

Auf geht's nach Tafraout

Eigentlich war heute der Tag in Marrrakesch geplant, wir wollten auf den stadtnahen Stellplatz umziehen. Jedoch war erneut starker Regen angesagt, so dass es eine Planänderung gab. Auch die Weiterreise in den hohen Atlas können wir so nicht durchführen. Durch außergewöhnlich starken Schneefall lassen sich die Pässe nicht fahren. Wir haben wir uns entschieden, Marrakesch später anzuschauen, wenn wir unsere Reise in die Westsahara fortsetzen.

Stattdessen fahren wir eine länge Strecke über Agadir nach Tafraout. By the way, Agadir hat auch einen hilfsbereiten Iveco Service. Da wären wir nämlich schon wieder. Aber je näher wir nach Tafraout kommen, umso schöner und imposanter wird die Landschaft. Wir fahren in den Anti-Atlas und steuern einen lokalen Stellplatz an. Es ist schon dunkel, als wir ankommen und so irren wir etwas umher, um die anderen zu finden. Aber am Ende sind alle vereint.

dsc 1800
dsc 1807
dsc 1808
dsc 1836
Tag 10-12 / 22 -24.12.2025

Abhängen in Marrakesch

Die kommenden Tage nutzen wir, um uns von der Anreise zu erholen. Wir sind nun doch jeden Tag mehrere 100 km gefahren. Sandras normale Reisegeschwindigkeit mit einem PKW ist in der Regel recht flott, mit dem LKW geht es sehr gemächlich voran. 

Aber wir nutzen die Tage um auch noch organisatorische Dinge zu erledigen. Zudem kommt nach und nach unsere Reisegruppe an, so dass wir am 23.12. vollständig sind.

Der Campingplatz Manzil La Tortune ist außerhalb von Marrakesch gelegen und eine sehr schöne Oase zum Verweilen. Leider ist drumherum nix los, in die Stadt kommt man nur mit einem Taxi oder selber fahren. Auch für Colin gibt es eingeschränkte Bewegungsfreiheit, da sich rund um den Platz keine Spaziergänge bieten und man schnell auf Straßenhunde trifft. Wir merken förmlich, dass er sich „draußen“ unsicher fühlt. 

Am 24., Heiligabend, haben Uli und Edith Dolde für die Gruppe eine perfekte Weihnachtsfeier im ansässigen Restaurant organisiert. Als Überraschung hat jeder eine Miniatur seines Fahrzeuges bekommen. 

dsc 1780
dsc 1781
dsc 1782
dsc 1783
dsc 1787
dsc 1792
dsc 1797
Tag 9 - 21.12.2025

Erste Eindrücke von Marokko

Wir hatten noch 2 Tage Luft, um auf unsere restliche Reisgruppe zu treffen. So planten wir einen Zwischenstopp in Casablanca. Aber so wie schon in Spanien, den Regen haben wir irgendwie für uns gepachtet. Dazu kam noch starker Wind, so dass wir wieder kaum was von der Umgebung gesehen haben. Auch der Atlantik war dermaßen aufgepeitscht, dass es nicht sehr einladend war, dort zu übernachten. Also sind wir kurzentschlossen direkt nach Marrakesch weiter gefahren, denn dort war einfach das Wetter besser. Nach Casablanca haben wir dann auch den Regen hinter uns gelassen und die Sonne hat sich gelegentlich blickenlassen. Die Fahrt auf der Autobahn ist auch sehr interessant. Die Straße ist erstaunlich gut und neu ausgebaut. Marokko wird die Fußballweltmeisterschaft 2030 mit Portugal und Spanien zusammen ausrichten und investiert stark in Infrastruktur. Aber dennoch werden sie Seitenstreifen auch von Fußgängern genutzt. Man fragt sich oft, wo die einfach so herkommen, sieht man doch oft drumherum keine Siedlungen. Als wir in Marrakesch eintreffen ist es bereits dunkel, aber auf den Straßen der Stadt ist es recht wuselig. Für heute steuern wir nur noch den Campingplatz an und sind erstmal platt.

dsc 1770
dsc 1771
Tag 8 20.12.2025

Algeciras - Tanger Med

Heute verlassen wir Europa. Da die Fähre erst für 15 Uhr gebucht war, haben wir es ruhig angehen lassen. Nochmal ordentlich einkaufen und dann ging es rechtzeitig auf zum Hafen. Es war mehr als gut, dass wir Einiges früher da waren, es war die Hölle los. Viele Europäer machen in Marokko über Weihnachten Urlaub und Marokkaner, die in Europa leben, fahren zu ihren Familien. Also eigentlich der normale Weihnachtsreiseverkehr. Aber was für ein Chaos. Die Fähre hat dann endlich gegen 17 Uhr abgelegt. Wir haben nix von der Überfahrt gesehen, denn auf der Fähre hat man seine Einreiseformalitäten erledigt…. und das galt für alle Passagiere. Die Fähre stand schon längst im Hafen von Tanger Med, als wir an der Reihe waren. …. und wir waren bei Weitem nicht die letzten. Genauso in diesem Puzzle leerten sich dann auch die Fahrezugdecks. Bei uns gab es noch ein riesigen Schreckmoment, Rolf hatte sein gesamtes Schlüsselbund samt Fahrzeugschlüssel verloren. Viele Schweißperlen später, kam er zum Vorschein, als das hinter uns parkende Auto wegfuhr. Riesiges Glück gehabt! Erstaunlicherweise war die Einreise dann sehr einfach, kurze Dokumentenkontrolle, wir mussten nicht durch den Scanner mit dem Auto und dann waren wir in Marokko. Da es mittlerweile schon spät war, haben wir im sicheren Hafengelände übernachtet. 

dsc 1765
und vorher

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Nach oben scrollen